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Phyllostachys Bissetii
Chinesischer Name Rong Cheng Zhu oder volkstümlich Baiyiazhu
Phyllostachys Bissetii ist eine grün-halmige Form aus der Familie der mittelgroßen Bambus Sorten. Dieser Bambus muss unbedingt in einer ausreichenden Wurzelsperre gebändigt werden. Neue bemehlte Halme behalten im ersten Jahr ihr sattes grün und wechseln in späteren Lebensjahren zu olivgrüner bis gelblicher Halmfarbe. Die dickeren Halme sind ausreichend vor Schneebruch beständig.
Phyllostachys Bissetii ist bevorzugt in Höhenlagen über 250m über N.N. an Standorte zu pflanzen, die im Sommer vollsonnig und im Winter meist schattig sind, d.h. die Wintersonne erreicht die Pflanze selten oder gar nicht. Bei langen Frostphasen im Mittelgebirge und voll sonnigem Standort ist mit Blattverlusten zu rechnen, die der Phyllostachys Bissetii aber in der Regel bis Mitte Juni ersetzt hat. Pflanzkübel mit dieser Sorte sind im Winter windgeschützt und schattig zu überwintern. In frostfreien Zeiten das wässern der Bambuspflanze im Topf nicht vergessen ! Hoher Kübelbambus kann liegend auch im halbdunkel überwintern.

Phyllostachys Bissetii zählt zu den wenigen Sorten der Phyllostachys Familie, die auch als ältere Pflanze bis in die Bodennähe dicht beastet und beblättert ist. Diese Eigenschaft zeichnet diese Sorte als idealen Heckenbambus aus. Entsprechend der Einstellung des Besitzers kann der Halm im unteren Bereich auch entastet werden und die Kleinhalme bodennah abgeschnitten werden, so dass die dicken Halme visuell in den Vordergrund treten. Das Verhältnis 1/3 zu 2/3, bei der Entastung, zählt als idealer optischer Eindruck bei Solitärpflanzen. Phyllostachys Bissetii treibt neben den Großhalmen auch viele Kleinhalme, die einer Hecke aus dieser Sorte dann im unteren Bereich die sehr gute Blickdichte verleiht.
Phyllostachys Bissetii benötigt im Sommer entsprechend seiner Größe und Blattmasse mehr Wasser. Eine Bambushecke aus dieser Sorte, die Wuchshöhen über 4 m erreichen soll, müsste mit einer Bewässerung ausgestattet sein. Bei langen und hohen Hecken lohnt es sich im Sommer, alle Dachrinnenabläufe des Hauses öfters in die Rhizomsperre der Bambushecke zu leiten um die Wassermassen kostengünstig für die Hecke zu beschaffen. Je nach Heckenlänge reicht manchmal auch das ständige Abwasser eines Garagendaches. Für eine Solitärpflanzung mit Phyllostachys Nuda ist eine Minimalfläche von 6 m2 vorzusehen, da die Bambuspflanze ein ausreichend großes Wurzelgeflecht ausbilden muss um dicke und hohe Halme zu bilden. Phyllostachys Bissetii übersteht auch im Sommer Trockenphasen ohne groß Schaden zu nehmen. Phyllostachys Bissetii ist gut windverträglich. In der Literatur als der winterhärteste Phyllostachys beschrieben.
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Bei uns im Schaugarten und befreundeten Bambussammlern, in Bayern, erzielen aber die Sorten Phyllostachys Atrovaginata und Phyllostachys Parvifolia bei weitem die besseren Resultate, betreffend der Winterbeständigkeit. Ich persönlich gebe Phyllostachys Nuda den Vorzug vor Phyllostachys Bissetii, da ´Nuda´ die stärkeren und dickwandigeren Halme bildet und stabiler bei Nassschnee steht. Eine nicht unerhebliche und wichtige Eigenschaft als Eignung für Heckenbambus.
Unsere Pflanzen werden durch konventionelle Handteilung von der Mutterpflanze gewonnen. Bambus Heppingsen bietet nur sortenechte und handvermehrte Pflanzen von dieser Sorte an.
Beschreibung und Bewertung für Phyllostachys Bissetii:
- Habitus der Pflanze: straff aufrechter Wuchs bei älteren Pflanzen
- Halmfarbe: 1-jährig Halme grün und bemehlt, 2-jährig dunkelgrün bis olivgrün
- Halmdicke: dickwandig bis maximal 2,5 cm dick
- Blattform: dunkelgrünes, kleines glänzendes und länglichen Blatt bis 5-7 cm lang
- Wuchshöhe maximal: im Rheingraben über 7 m nach 10-15 Jahren am Ort
- Wurzelbegrenzung: immer erforderlich
- Eignung für Kübel: gut ab 150 Litertopf, Wuchshöhe 4-5 m maximal
- Winterhärte bis 200 m N.N.: sehr gut
- Winterhärte über 300 m N.N.: sehr gut ohne Wintersonne am Pflanzstandort
- Wasserbedarf der Sorte: im Sommer erhöhter Wasserbedarf
- Blühsicherheit: eine Blüte an einzelnen Halmen ist uns nicht bekannt
Testbericht : folgt später
Zur Diaschau: folgt später
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