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Fargesia Denudata Lancaster 1
Fargesia Denudata Lancaster 1 ist für mittelhohe und breite, dichte Hecken von 2 m bis 4 m geeignet. Fargesia Denudata Lancaster 1 zählt zu den wichtigen Bambus Sorten, von denen sich der Große Panda in seiner natürlichen Umgebung ernährt. Lancaster 1 zählt von der Winterbeständigkeit her in Mittelgebirgslagen zum „Dreigestirn“, welches die Fargesia Denudata mit Fargesia Jiuzhaigou und Fargesia Rufa bilden. Diese drei extrem winterharten Sorten geben dem Gartengestalter viele Freiräume, um seine Ideen in die Tat umzusetzen. Mit der straff aufrecht wachsenden Fargesia Jiuzhaigou, der leicht überhängenden Fargesia Rufa und der weit ausladenden Fargesia Denudata Lancaster 1 sind dem Profi- und Hobbygärtner bei seinen Inspirationen wenig Grenzen gesetzt.
Die bisher bekanntesten Sorten dieser Spezies sind:
Fargesia Denudata Lancaster 1, von Roy Lancaster 1986 gesammelt
Fargesia Denudata Lancaster 2, von Roy Lancaster 1986 gesammelt
Fargesia Denudata Xian 1, über Jos van der Palen 1997 aus Xian eingeführt
Fargesia Denudata Xian 2, über Jos van der Palen 1997 aus Xian eingeführt
Fargesia Denudata Huanglong VP1, von Fred Vaupel 2000 in Nord-Sichuan gesammelt
Fargesia Denudata Huanglong VP2, von Fred Vaupel 1999 in Sichuan gesammelt
Fargesia Denudata Huanglong VP3, von Fred Vaupel 1999 in Nord-Sichuan gesammelt
Anmerkung: Die unterschiedlichen Spezies / Clone sind als Sämlinge durch verschiedene Bambusfreunde nach Europa eingeführt worden. Es kann noch weitere unbekannte eingeführte Sämlinge mit abweichenden Eigenschaften in europäischen Gärten geben.
Fargesia Denudata Lancaster 1, diese relative kleinblättrige Fargesia, wurde 1986 von Roy Lancaster während der Blühepoche mit einem weiterem Sämling im chinesischem Min Shan Gebirge auf 2700 bis 3200 m gesammelt, nach England eingeführt und kultiviert. 
Fargesia Denudata Lancaster 1, dieser mittelhohe und relativ ausladende Heckenbambus, ist horstbildend wie alle Fargesien und somit ohne Wurzelsperre zu pflanzen. Alle Denudata Sorten schieben von Juni bis Ende Oktober bei uns ständig neue Halme. Nach jeder Austriebsphase wird ein Teil (ca. 30%) der alten Blätter gelb, die die Pflanze zügig abwirft und durch noch mehr Neublätter ersetzt. Alle Fargesia Denudata Sorten zeichnen sich bei uns im Winter durch starkes Blattrollen aus. Zwischen –22°C und -26°C bekommt die Fargesia Denudata Lancaster 1 geringe Blattschäden. Ab –26°C ist auch bei ungeschützten Pflanzen mit Halmschäden zu rechnen. Bei uns ist die Spezies Fargesia Denudata Xian nicht so winterbeständig wie Fargesia Denudata Lancaster 1.
Im Winter 2008/2009, in dem unsere Schaugartenpflanzen 3 Monate im Dauerfrostboden lebten und zwei mehrwöchige Frostphasen zwischen -17°C und –24,8°C überstehen mussten, hatten wir an allen Fargesia Denudata Sorten nur geringe Blattverluste aber keine Halmschäden. Um seinen Bambusbestand zu schützen, kann man jede Pflanze zu einer Säule zusammen binden, da die äußeren Halme die inneren vor Kaltwind, Sonne und Austrocknung schützen. Diese Schutzmaßnahme sollte in kalten Ostwindlagen generell immer durchgeführt werden. Große Solitärpflanzen zieht man mit Spanngurten zu einer aufrechten Säule zusammen. Die Fargesia Denudata Sorten sind keine besonderen Winterschönheiten bei uns, da die Pflanzen sich vor Wind, Kälte und Sonne durch starkes Blattrollen schützen. Im Flachland haben die Denudatas ein gutes Erscheinungsbild und fallen durch geringes Blattrollen auf. Ab –22°C denkt man, jemand hätte Streichhölzer an einen Stab geklebt und die Pflanze sei erfroren. Im folgendem Frühjahrsniederschlag erholt sich die Fargesia Denudata Lancaster 1 innerhalb von Tagen und man könnte glauben, jemand hätte die Pflanze über Nacht ausgetauscht. Uns ist nicht bekannt, bei welchen Winterverhältnissen es bei einer Fargesia Denudata Lancaster 1 zu einem Totalverlust gekommen ist. Bei uns, in der Höhenlage, in der Kübelhaltung und bei längerer Extremkälte ist Fargesia Denudata Lancaster 1 neben Fargesia Jiuzhaigou 1 und Fargesia Rufa der überzeugendste Heckenbambus.
Fargesia Denudata Lancaster 1 ist für schattige und halbschattige Standorte bestens geeignet. In Sonnenlagen benötigt die Pflanze einen schützenden Bodendecker. Je wärmer und sonniger der Standort ist, um so größer ist der Wasserdurst der Pflanze, der sich aber gegenüber anderen Sorten wegen der zierlichen kleinen Blätter im Rahmen hält. In einem vollschattigem Fichtenwald ist mit einer maximalen Wuchshöhe von 3,5 m bis 4,5 m zu rechnen. Die Sorte eignet sich ganz besonders für eine beschnittene Hecke mit gewünschter Heckenhöhe ab 2 m bis hin zu maximal 3,5 m Endhöhe.
Fargesia Denudata Lancaster 1 ist auch besonders gut für beschnittene Kübelbepflanzung geeignet. Einen besonderen Stellenwert erhalten die Denudata Sorten als Solitärbepflanzung von großen Parks und Gärten wegen des wuchtigen und buschigen Aussehens. An einem großem Teich oder Bachlauf positioniert wirkt eine große Solitärpflanze noch beeindruckender. Wirklich ein toller Anblick.
Anmerkung: . Bei einer 10-15 jährigen Fargesia Denudata 1 Hecke, als Einfriedung Ihres Grundstückes, muss bei nicht beschnittenen und breiten korrigierten Hecken mit einer Sockelbreite von bis zu 2,5 m und einer Kopf- bzw. Spannweite von 4-6 m gerechnet werden.
Unsere Pflanzen werden durch konventionelle Handteilung von der Mutterpflanze gewonnen. Bambus Heppingsen bietet nur sortenechte und handvermehrte Pflanzen dieser Sorte an.
Beschreibung und Bewertung:
- Habitus der Pflanze: stark überhängender Wuchs, sehr buschig und blickdicht
- Halmfarbe: 1- jährig dunkelgrün, in der Sonne hellgelb bis orangegelb
- Halmdicke: maximal 0,5-3 cm, Halmscheidenblätter fallen recht früh ab
- Blattform: knapp 1 cm breit und bis 3-7 cm lang, weiches oft gewelltes Blatt
- Wuchshöhe maximal: 4-5 m an einem idealem Pflanzort in Europa
- Wurzelbegrenzung: nicht nötig, minimaler Platzbedarf 3-4 m
- Eignung für Kübel: sehr gut geeignet, minimale Kübelgröße 100-150 Liter
- Winterhärte bis 200 m N.N.: in Städten bis 300 m sehr gut
- Winterhärte über 300 m N.N.: extrem gute Eignung, bei kaltem Ostwind zur Säule binden
- Wasserbedarf der Sorte: normaler Bedarf bei Pflanzung in vollsonniger Lage
- Blühsicherheit: die nächste Blüte ist in 70-80 Jahren zu erwarten
Testbericht : folgt später
Zur Diaschau: folgt später
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