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Die Bambushecke

Die Vorzüge einer Bambushecke für Sichtschutz, Windschutz, Lärmschutz und Grundstückseinfriedung, um die persönliche Privatsphäre zu schützen, lässt sich in kurzen Stichpunkten beschreiben. Keine sonstige gebräuchliche Heckenpflanze in unseren Breiten kann mit so vielen Vorteilen punkten.

Sichtschutz c-del-Sol phylSchnell wachsend: Die Wachstumsgeschwindigkeit von Heckenbambus ist je nach Sorte atemberaubend und man erreicht in kürzerer Zeitspanne wie bei den uns geläufigen Heckenpflanzen, den erhofften Schutz. Wählbar sind Sorten die ein oder zwei Wachstumsphasen im Kalenderjahr haben. Im Mittelgebirge überleben die Halme der zweiten Wachstumsphase oft nicht wegen frühen Frostphasen, weil die Bambushalme dann noch nicht ausgehärtet sind. In den Wachstumsperioden schießen die Halme in wenigen Wochen geradezu empor, um Ihre sortenspezifische Altersendhöhe zu erreichen. Von Jahr zu Jahr liegt der Zuwachs der noch nicht ausgewachsenen Bambuspflanze zwischen 25% bis 50% der letzten Wachstumsphase. Dies macht die Pflanze bis sie ausgewachsen ist. Für Bambushecken sind horstbildende (nicht ausläufertreibende) und hainbildende (sollte man durch Wurzelperre begrenzen) Bambus Sorten verfügbar. Mit Bambus lassen sich Hecken von 0,3 m bis an die 10 m Höhe anlegen, je nach Sortenauswahl.

Neuaustrieb Phyl aureosulcata aureocaulisSchnell regenerierbar: Nach den letzten strengen Wintern 2008/9 und 2009/10, tritt auch noch ein zusätzlicher Vorteil zu Tage. Manch übliche Hecke, wie die beliebte Loorbeerhecke, ist erfroren und nicht mehr regenerierbar. Im Gegensatz dazu können Bambushecken sich, wenn die richtige Sorte beim Kauf gewählt wurde, sehr schnell erholen. Bei einen Winter mit Temperaturen bis –28°C muss man allerdings auch bei Bambushecken mit Blatt- und Halmschäden rechnen und diese einkalkulieren. Vorteil beim Bambus ist die Starke Kraft des Wurzelwerks. Diese gleicht die Winterschäden in der nächsten Wachstumsphase in der Regel wieder aus.

Blickdichte: Unbeschnittene Bambushecken, die mit horstbildenden Fargesia Sorten gesetzt werden, bilden sich mit der Zeit auf der vollen Wuchshöhe blickdicht aus. Im unterem ersten Drittel durch eng stehende Halme und im restlichem Bereich durch Halm mit Blattwerk. Unbeschnittene Bambushecken die mit hochwachsenden, hainbildenden Phyllostachys Sorten gesetzt wurden, werden ihre ersten Seitentriebe ab einer Höhe von 2-3m anlegen, wenn die Pflanze ihre Endhöhe mal erreicht hat. Sind Fargesia- und Phyllostachys Hecken durch Heckenschnitt in der Höhe stark begrenzt, bilden sich keine Dickhalme aus und die Bambuspflanze wird bis zum Boden beblättert sein.

 

Lebendig: Wer kann sich schon der Schönheit und Lebendigkeit einer Bambushecke entziehen? Gerade das Windspiel der einzelnen Bambushalme, die sich hin und her bewegen, das Rauschen des Blattwerks, das Klingen der Bambushalme, ziehen den Betrachter in seinen Bann. Auch viele Tierarten haben Gefallen an dem dichten, lebendigen Blätterwall. Oftmals nutzen Vögel dieses Dickicht um sich ihre Nester im Blätterdschungel anzulegen. In jedem Frühjahr übernachten über Wochen zwischen 50-70 Bachstelzen nachts in unserem Phyllostachys aureosulcata aureocaulis Hain, bis jeder einen Ehepartner gefunden hat. Zaunkönig, Rotkehlchen, Amseln, Drosseln und Bachstelzen bauen oft die Nester nicht nur in unsere Schauhecken, sondern suchen sich auch schon mal eine Topfpflanze, die für den Verkauf bestimmt ist, aus. Der Topf muss dann mal etwas länger bei uns stehen bleiben.

Immergrün: Bambus ist eine Pflanze die auch im Winter Ihre Blätter nicht abwirft und über den gesamten Kaltjahresbereich mit seinem satten Grün der Blätter den Betrachter erfreut. Besonders schön wirkt der immergrüne Sichtschutz aus Bambus in einer Schneelandschaft durch den Kontrast, der noch erhöht werden kann, wenn farbige Halme wie gelb, schwarz, braun, rot oder grüngelb ins Spiel kommen. Wenn sich dann auch noch eine 5-7m hohe Bambushecke im Wind wiegt, oder im Sturm schüttelt hat das schon etwas erhabenes, das man nicht mehr missen möchte.

Winterhärte: Dieser Begriff ist sensibel zu betrachten. Natürlich hat jede Bambus Sorte eine natürliche Widerstandshärte gegen Kälte, bezogen auf die Klimabedingungen am Ursprungsfundort, aber eine klare Festlegung nach festgelegten Tabellen ist oft trügerisch und kann zu großer Enttäuschung führen. Es ist nach unseren Erfahrungen viel wichtiger wo und wie die Bambuspflanzen vermehrt wurden und in welchem Bodensubstrat diese dann in Ihrem Garten steht.
Eine Pflanze die in Portugal, Italien oder Südfrankreich aufgewachsen ist und noch keinen Winter gesehen hat, bildet Ihre Zellstruktur der Halme anders aus und dann kommt das große Erwachen, wenn diese Pflanze dann in Ihren Garten gelangt. Zum Beispiel wenn eine Sorte, die in der Literatur mit einer natürlichen Winterhärte von -24°C angegeben ist, bei uns schon mit –14°C durch Totalschaden an Halm und Blätter verloren geht.
Des weiteren sind Laborvermehrte Bambuspflanzen genauso unberechenbar, was die natürliche Widerstandshärte betrifft. Wir legen größten Wert auf den Ursprung unserer Pflanzen und die Sicherstellung, nur Pflanzen durch Handvermehrung in unserm Vertrieb zu führen.
Ein weiterer Einfluss auf die Winterhärte ist der Zustand am Pflanzstandort. Hier ist maßgeblich, wie die Bambuspflanze in den Winter gegangen ist und wie sich das Kleinklima auswirkt. Gut gewässerte Bambuspflanzen, die auch noch zusätzlich ein feuchtes Umgebungsklima haben, ertragen auch kältere Winter als die Tabellen vorgeben. Bei uns im Schaugarten haben Chusquea Montana und Chusquea Culeou im Winter 2008/09 über zwei Wochen –17°C bis –24,7°C fast unbeschadet überstanden, obwohl die angegebene Winterhärte nach Tabelle nur bei –11°C liegt. Es sind nach unseren Erfahrungen in den meisten Fällen keine Erfrierungen die zu einem Totalausfall einer Pflanze führen, sondern die meisten Bambuspflanzen verdursten in der Winterzeit, da durch Unwissenheit in den frostfreien Tagen nicht mal ausreichend nachgewässert wurde, oder grundsätzlich im falschen Bodensubstrat bzw. in keinem speziellen Substrat (TKS2) gepflanzt wurde. 
Ein weiterer Killer in den Mittelgebirgslagen ist die Blattgröße der Bambus Sorte. Hier gilt die Regel, je größer das Blatt, um so schneller der Totalverlust der oberirdischen Bambuspflanze. Die so dahingesiechten Pflanzen/Sorten treiben zwar wieder aus, aber sie werden nie die angegebene Wuchshöhe erreichen, da es immer wieder ein oder zwei starke Winter gibt, die die Pflanze dann um Jahre zurück werfen. Hier sind uns die Bambusfreunde die im Rheinland oder einem Weinanbaugebiet wohnen stark im Vorteil, da dort fast alles gedeiht und dazu auch noch schneller an Höhe gewinnt. Ich träume auch schon seit Jahren davon einen Bicolor in unserem Schaugarten zu haben, aber den müsste ich in jedem Frühjahr durch eine neue Pflanze ersetzen. Wer unbedingt in hohen Wohnlagen empfindliche Bambus Sorten kultivieren möchte, muss dann für ausreichenden Winter- und Sonnenschutz sorgen, ähnlich wie bei Palmen oder Bananen. So hat sich in den vergangenen Jahren bewahrheitet, dass die kleinblättrigen Sorten bei Horst- und Hainbildner, auch die robustesten Nutzpflanzen für eine Bambushecke sind.
Schauen Sie doch im Frühjahr, vor der Sortenauswahl, bei uns vorbei und vergleichen im Schaugarten die unterschiedlichen Sorten der Heckenpflanzen. Ab Ende Juni fällt dann schon kein Unterschied mehr auf, da die letzten Winterschäden größtenteils von den geschädigten Bambus Sorten dann schon wieder ausgeglichen wurden.

Pflege ist überschaubar: Die Pflege einer Bambushecke ist für den Anfänger in Sachen Bambus, einfach zu überschauen. Die Düngegaben beschränken sich auf die 2 Wachstumssperioden. Sie können organischen Dünger (Hornspäne, Rinderdung, usw) oder synthetischen Langzeitdünger verwenden. Hornspäne sind sehr schwache Langzeitdünger und es bedarf schon größerer Mengen, um annähernd genügend Stickstoff der Pflanze verfügbar zu machen. Auch scheiden Hornspäne oft schon deshalb aus, weil unsere Familienhunde ganz narrisch darauf sind. Auf jeden Fall sollte bei synthetischem Dünger eine Überdüngung vermieden werden. Weniger ist oftmals mehr!!!
Wer seine Fargesia Hecke ermorden will kann dies mit Blaukorn ganz schnell erledigen. Dieser starke Dünger verbrennt die Feinwurzeln und die Bambuspflanze verdurstet trotz ausreichender Bewässerung. Ich habe die besten Düngeergebnisse mit einer Selbstmischung aus zwei Düngern erzielt, die im Fachhandel zu beziehen sind. Für die Frühjahrsdüngung, Ende März, hat sich eine Mischung aus 2/3 MANNA DUR GREEN SPEED und 1/3 TOOLISAN als richtiger Anschub gezeigt. Für die Sommerdüngung, Ende Juli, ist die Mischung 1/3 MANNA DUR GREEN SPEED und 2/3 TOOLISAN wohl die bessere. Wer TOOLISAN schlecht käuflich erwerben kann, ist mit dem reinen Rasendünger MANNA DUR GREEN SPEED auch bestens versorgt. Dieser Rasendünger ist für seine Wirkung doch ausgesprochen preiswert und wird für Fußballrasen und stark strapazierte Rasenflächen als Dünger benötigt. Wer im Substrat TKS2 gepflanzt hat ist von jeglicher Düngung in den ersten 12 Wochen befreit, da das Pflanzsubstrat bei der Herstellung mit Flüssigdünger hochgradig getränkt und versorgt wurde.
Bei Neuanpflanzungen sollte bei Trockenperioden oder großer Hitze öfters gewässert werden, um dem Bambus das Anwachsen zu erleichtern. Im Laufe der Jahre ist das feine Wurzelwerk so weit in tiefere Erdregionen vorgedrungen, dass der Bambus auch diese Phasen dann leicht übersteht. In der Winterzeit sind alle Pflanzen in frostfreien Zeiträumen ausreichend zu bewässern. Bambus in Pflanzgefäßen sind im Winter, wenn es geht, in den Schatten zu setzen und vor Sonne zu schützen. Bambus auf Balkonen, wo die Pflanzen nicht verstellt werden können, sind zu einer Staude fest zusammen zu binden, so dass die Verdunstung stark herabgesetzt wird und zusätzlich mit einem Sonnenschutz (Winterfließ oder Sackleinen) zu versehen. Fargesia Hecken die in einem Hochbeet oder Hügelbeet in TKS2, im sumpfigen Gartenbereich gepflanzt werden, benötigen fast nie eine zusätzliche Bewässerung, da das Substrat sich die Feuchtigkeit von unten nach oben durch seine Kapillarwirkung zieht und so die Pflanzen mit Wasser versorgt.

Schädlinge und Parasiten (neu in 2016 erstellt): In den letzten Jahren ein immer stärker aufkommendes Thema, da vermehrt Schädlinge aus dem asiatischen Raum eingeschleppt werden, oder durch die regionale Klimaänderung bzw. Erwärmung sich ein geändertes Umfeld für Schädlinge im Allgemeinen ergibt.
In eigener Sache: Unser Schaugarten liegt auf der Talsole des Staphanopler Tales ca. 6,5 Km aufwärts vom Taleingang und der Stadt Hemer entfernt zwischen 380 bis 431 m Höhe. Bachläufe umspielen das 14.000 m2 große Gartenareal, von dem um die 8.000 m2 teichmäßig genutzt werden können. Ich nehme am Aufzucht Programm zur wieder Einführung des atlantischen Lachs teil, welches vom deutschen Lachsverein der Hasper Talsperre in Hagen betrieben wird. Ebenfalls liegt 3 km Bach abwärts eine Trinkwasser Gewinnungsanlage der Stadt Hemer. Bambus Heppingsen liegt also mitten im Trinkwasser Schutzgebiet. Eine jegliche Schädlingsbekämpfung mit Chemie ist absolut ausgeschlossen bei uns! Wenn nicht schon der erste giftige Sprühnebel unsere Zuchtfische töten würde, hätten wir dann spätestens nach der nächsten Trinkwasser Laboruntersuchung Besuch von den Stadtwerken mit gravierenden Folgen. So galt unserem Augenmerk schon immer ausschließlich nur mit gesunden Pflanzen zu arbeiten. Sorten im Test zu finden die weniger oder gar nicht anfällig gegen Parasiten sind.
Unser Augenmerk liegt bei nachfolgender Betrachtung ausschließlich bei der Bambusart Fargesia. Unterscheiden müssen wir zwischen schon ortsansässigen und neuankommenden Schädlingen. Zu den ortsansässigen Quälgeistern gehören Wühlmäuse, Ameisennester im Wurzelstock und Läuse. In der Vergangenheit war es immer lebenswichtig nur grundsätzlich gesunde Pflanzen in unserem Umfeld zu dulden und um Fargesien, welche mit Wolläusen oder Schmierläusen (Neuankömmlinge) verseucht waren einen sehr großen Boden zu schlagen, denn die sind nur mit viel giftiger Chemie zu bekämpfen, wenn denn überhaupt ein Erfolg am Ende besteht. Nun hat es in den Jahren 2009, 2012 und 2015 gehäuft allgemeine Blattlaus Plagen gegeben, die uns zeigten, dass zwischen den unterschiedlichen Sorten der Bambusart Fargesia doch gravierende Unterschiede mit den ortsansässigen Blattläusen bestehen. Von vielen Testsorten haben wir uns im Schaugarten verabschiedet. Einige Sorten haben wir auch aus dem Verkauf genommen.
Alle kennen die schwarzen und grünen Blattläuse, aber die viel kleineren gelben Blattläuse werden in der Regel übersehen. Der nahe liegende erste Gedanke lässt uns in die Umgebung schauen, wo denn der gelbe Blütenstaub herkommen mag, der überall auf den Fargesien liegt. Der Betrachter steht vor der Pflanze und erkennt nicht, dass es seinen Lieblingen gerade durch Blattläuse an den Kragen geht. Eine Wespenplage resultiert in der Regel aus einer Blattlausplage, da in den Monaten Juni bis September das Überangebot an Nahrung die Wespennester zu Übergrößen heran wachsen lassen. Ich bekämpfe die Wespennester bei uns im Schaugarten erst, wenn durch Nahrungsknappheit die Wespen unausstehlich werden, bis dahin sind Sie meine besten Helfer. Das ist in der Regel Ende August, wenn die Blattläuse von den Wespen überwiegend abgeerntet wurden. Durch viele Vergleiche in unserem Schaugarten haben wir einige Sorten gefunden, welche neben stark befallenen Sorten standen und trotzdem keinen merklichen Blattlaus Befall hatten. Und das all die Testjahre über. Vielleicht ist es ja auch kein weiterer Zufall, dass gerade Fargesien Sorten die mit Fusarium (Pilze im Boden) auf den Feldern schon ein Problem hatten, dann ebenfalls mit den Blattläusen im Garten vermehrt um ihr Überleben kämpfen mussten.
Ist wohl wie bei uns, wenn 10 Personen in einen Raum mit Mücken übernachten, werden auch nicht alle zerstochen. Fragen Sie uns bei einem Besuch im Bambus Schaugarten oder Teilnahme am kostenfreien Bambus Workshop, wir lassen Sie gerne an unseren Erkenntnissen teilhaben. Hier im Netz werden wir auf keinen Fall eine Stellung beziehen und Sortennamen auflisten.
Um sich vor unliebsamen Neuankömmlingen wie Schildlaus, Schmierlaus und Bambusmilde zu schützen ist nur eine intensive Betrachtung der Bezugsquelle hilfreich. Verseuchte Zuchtbetriebe bekommen diese Schädlinge eigentlich nicht mehr los, selbst mit hochgradigen Pestiziden nicht mehr. Einen großen Bogen mache ich bei Zukaufsware um Betriebe, die ausschließlich oder nur in Gewächshäusern vermehren, um selbst in kleinen Töpfen die Pflanze auf Höhe zu peitschen und dann höhere Preise erzielen zu können. Da ist der Befall schon fast vorprogrammiert. Also nicht wundern, wenn bei meinen Sortenbeschreibungen steht, dass unsere Pflanzen vom Feld kommen. Feldpflanzen benötigen immer bei gleicher Höhe wie Treibhauspflanzen einen größeren Topf. Auch sind diese Pflanzen dann älter und widerstandsfähiger, weil diese Pflanzen auch schon Schnee und Frost in ihrem Leben erlebt haben.

Schnittverträglich: Die Anforderungen an eine Bambushecke werden von dem Besitzer bestimmt. Er entscheidet ob die Hecke frei wachsen oder durch Schnittmaßnahmen (seitlich / in der Höhe) formiert werden soll bzw. muss. Der Zeitpunkt des Heckenschnittes ist gekommen, wenn die neuen Halme ihr Wachstum beendet haben und sich gerade die Seitenzweige entfaltet haben. Es wird in der Höhe, die die Hecke anschließend haben soll und zwar immer knapp über einer noch belaubten Nodie geschnitten. Seitlich schneidet man nach Bedarfslage. So wird man eine dichte und kompakte Bambushecke erhalten, die einem den gewünschten Sichtschutz und somit Privatsphäre bietet.
Nur sollte jedem Heckenbeschneider immer klar sein, dass ein Schnittfehler erst mit der nächsten neuen Halm-Wachstumsphase korrigiert werden kann, denn eine einmal abgeschnittene Halm- bzw. Seitenzweigspitze ist ab für immer und bildet sich nicht wieder neu aus. Ab ist ab für immer! Wenn der Überhang der Halme bei manchen Sorten und speziellen Standorten zu groß wird, kann durch kürzen der Halmspitze ( 20-30cm ) Blattmasse/Gewicht vom Resthalm genommen werden und dieser richtet sich dann wieder auf.

Bodenvorbereitung für Fargesia Hecke: Die Bambusart Fargesia ist ein Flachwurzler und 90% der Sorten bevorzugen einen sauren Boden der in einem Fenster zwischen einem PH-Wert von 5,0 bis 6,0 liegen sollte. Man kann diese Bambusart schon fast zu den Moorbeet Pflanzen zählen. Die deutschen Aufzucht- und Vermehrungsbetriebe liegen im Ammerland mit den Hochmoorböden. Es ist das klassische deutsche Aufzuchtgebiet von Rhododendren und Azaleen, welche die identischen Bodenbestandteile bevorzugen. Der ideale Ersatz für diese Hochmoorböden ist das TKS2 Substrat von der Firma FloraGard mit einem PH-Wert von 5,5. Ein trockener Ballen TKS2 wiegt ca. 35Kg ist aber dann in der Lage ca. 145 Liter Wasser zu speichern. Da der gesunde Flachwurzler Bambus Fargesia mit seiner hohen Blattzahl doch eine immense Verdunstungsfläche hat ist jeder Tropfen Wasser so wichtig für die Pflanze bzw. das Aussehen. Grundregel; kein Wasser keine Blätter bzw. nur dünne überhängende Halme und fehlende Pflanzenhöhe.
Für eine schöne Fargesia Hecke bedarf es einer gewissen Vorbereitung mit einem Pflanz-Graben, der im Nachhinein auch noch Arbeitszeit (Bewässerung) und Wasserkosten einspart, da die Wassergabe nicht schnell in untere Bodenschichten ab sickert, wo die Wurzeln der Fargesia nicht mehr hin wachsen und das Wasser nicht mehr erreichen können.
Wenn die Entscheidung für eine Bambushecke gefallen ist, sollte vor dem anlegen eines Pflanz-Grabens unbedingt ein Sickertest durchgeführt werden, um die richtige Entscheidung zu fällen, ob Pflanz-Graben oder Hügel- bzw. Hochbeet die richtige Pflanzentscheidung sein wird. Hierzu gräbt man ein 50-60 cm tiefes Loch und gießt 2 Eimer Wasser hinein. Sind die 20 Liter nach 2-Tagen noch nicht versickert, weil der Boden zu stark versiegelt ( Lehm oder Ton ), sollte der Gartenfreund besser ein Hügel- bzw. Hochbeet anlegen, um seine Lieblinge nicht in eine Badewanne aus zukünftigen Sumpf zu pflanzen.


Hier die Antwort zur immer wiederkehrenden Frage: “ Was ist eigentlich TKS2 ”?                                               TKS2 ist ein aufgekalkter Weißtorf auf einen PH-Wert von 5,5 der dann mit einem Flüssigdünger getränkt wurde. Ein von FLORAGARD zusätzlich in das TKS2 eingebrachtes Gel sorgt für sofortige Wasseraufnahme des Substrates. Trockene Torfe, die dieses Gel nicht beinhalten nehmen schlecht Wasser an und durchfeuchten nur langsam.  Bei der Einpflanzung der Fargesia oder Fargesien muss bei TKS2 nicht zusätzlich gedüngt werden. Der integrierte Dünger reicht für ca. 8-10 Wochen. Es gibt auch noch das TKS1 Substrat von FLORAGARD mit weniger Vordüngung. Bei diesem Substrat sollte schon bei der Pflanzung oder 4 Wochen später zu- bzw. nachgedüngt werden. Eine ökologisch nutzbare und kaufbare Alternative zu TKS2, mit einem PH-Wert von 5,5 und den immensen nutzbaren Wasserspeicherfähigkeiten ist uns nicht bekannt. Der viel preiswertere Schwarztorf ist wegen seines PH-Wertes zwischen 2,5-4,5 nicht geeignet, weil dieser zu sauer ist. In diesem PH-Wert gehen Ihre Fargesien ein. Weiß- und Schwarztorf sehen zwar gleich aus, dass tun Salz und Zucker aber auch und wer möchte schon seinen Kaffee mit Salz trinken. Wer auf das TKS2 Substrat aus ökologischen Gesichtspunkten verzichten will, muss mit schwächerem Wuchs und einem anderen Erscheinungsbild seiner Planzen leben, oder verzichtet ganz auf horstbildende Fargesien und pflanzt dann lieber andere Bambussorten, die es nicht sauer haben wollen, muss dann aber jedoch eine begrenzende Wurzelsperre anlegen. Die unterschiedlichen Fargesien Sorten benötigen von einander abweichende Substrat Zusammensetzungen hinsichtlich Sorte und Einpflanzort (Sonne/Schatten/Höhe Standort ü.N.N.) !

Mein Tipp an Gartenfachbetriebe und Gala-Baubetriebe: Nehmt doch bitte TKS2 von FloraGard und nicht Eure selbst gemischten Pflanzerden, denn die machen die Fargesien in der Regel nicht glücklich und erbringen auch nicht die gewünschten Zuwachsergebnisse, die von Euren Kunden gewünscht und erwartet werden.

                                                                                           Pflanz-Graben für Fargesia Hecke

Pflanzgraben_85x50_BxT

Neue Schauhecke Fargesia Maasai angelegt Ende September 2015.

 

 

Dieser Pflanz-Graben ist 85 cm breit und 50 cm tief.

 

 

 

 



 

Pflanzgraben_F-Maasai_C35

Gepflanzt wurden hier auf 5 m Länge 5 Stück Fargesia Maasai aus 35-Liter Töpfen mit einer Halmhöhe von 2 m.

 

 

Nach dem Ausheben wird nun das vorbereitete flockige Bodensubstrat 10 cm hoch in den Graben gefüllt, gewässert und mit den Füßen verdichtet. Die aus den Töpfen entnommenen Pflanzen werden im Graben positioniert. Nun füllt man die Lücken mit dem flockigem Substrat auf, wässert und verdichtet.


 

Je nach Fargesia Sorte und regionalem Pflanz Ort kann die Substrat Anmischung schon stark abweichend sein.
Lassen Sie sich doch von uns beraten, falls Sie sich unsicher sind.

 

Pflanzgraben_F-Maasai_C35
                            So sollte zum Schluss die frisch gepflanzte Fargesia Hecke bei Ihnen auch aussehen.

Der mit Pflanzen und Substrat gefüllte Graben sollte mit seinem oberen Niveau um 2 cm tiefer liegen als die Umgebung, um bei der Bewässerung mit dem Gartenschlauch auch unbedingt das gegebene Wasser bei den Pflanzen und Substrat zu halten.
Auf 5 Meter Hecke wurden für den Pflanz-Graben 5 Ballen TKS2 zu je 225 Liter verarbeitet. Also 1 Ballen TKS2 Substrat pro laufenden Meter Hecke.

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© 2010 Dipl.-Ing.  Jürgen Scholz   Land- und Forstbetrieb   Bambus Heppingsen